Granit reinigen und pflegen innen

    Granit reinigen und pflegen innen

    Polierten Granit reinigen und pflegen im Innenbereich

    Granit ist ein Naturstein und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Granit ist als Baumaterial innen und außen zu finden. In Wohnungen ist Granit meist poliert zu finden. Im Außenbereich verwehrt sich die Verlegung eines polierten Granit, aufgrund der gesetzlich vorgeschriebenen Trittsicherheit. Maßgeblich für die Beurteilung der Trittsicherheit ist hier das Prüfverfahren gem. Din 51130. Granit ist ein Hartgestein und ist dadurch denkbar einfach zu reinigen. Für die richtige Reinigungsmethode ist erstmal wichtig, ob die Granitfliese bzw. Granitplatten poliert sind oder rau sind und was man mit der Reinigung erreichen will.

    Polierten Granit reinigen von alten Pflegefilmen:

    Zur Entfernung von alten Pflegefilmen und Pflegeschichten setzt man am besten einen alkalischen Grundreiniger mit einem PH-Wert von min. 10 oder größer ein. Wir mixen den Grundreiniger entsprechend der Dosierungsanleitung mit frischem und klarem Wasser. Dann verteilen wir die Mischung gleichmäßig auf die zu reinigende Fläche. Zur Unterstützung nutzen wir eine s.g. Einscheibemaschine mit einer PPN-Bürste. Damit verteilen wir die Reinigungslösung und schrubben Sie den Boden gleichmäßig und intensiv.

    Nach einer Einwirkzeit von ca. 10 – 15 Minuten wird die Fläche nochmals schrubbender Weise bearbeitet. Damit der angelöste Pfleg- und Schmutzfilm letztlich gelöst wird.

    Danach saugen wir die Fläche mit einem Wassersauger komplett ab. I.d.R. ist die Fläche dann komplett sauber und frei von Schmutz und Pflegefilmen. Falls nicht wiederholen wir den Vorgang nochmals.

    Als nächsten Schritt wird die Fläche mind. einmal neutralisieren. Dies macht man in dem man mehrmals mit Klarwasser durchwischt oder eine leichte Essiglösung einmal aufträgt und danach wieder absaugt. Damit sind mögliche Reste vom Grundreiniger neutralisiert.

    Jetzt zeigt sich, ob der Glanz noch ausreicht oder nicht.

    Wenn „Ja“, dann imprägnieren wir den Granitboden mit einem Imprägnierungsmittel auf Wasserbasis.

    Die Imprägnierung sorgt für eine hydro- und ölephobe Wirkung. D.h., dass die Granitfliesen bzw. Granitplatten kein Wasser und keine Fette oder Öle aufnehmen können. Der Schmutz perlt einfach ab.

    Wenn Sie helle polierte Granitplatten haben nehmen Sie wir eine Imprägnierung, ohne Farbtonvertiefung.

    Wenn Sie dunkle Granitfliesen haben nehmen wir eine Imprägnierung, mit Farbtonvertiefung. Einen s.g. Farbvertiefer.

    Fertig.

    Granitpflege

    In der Unterhaltsreinigung führen Sie die Granitpflege am besten mit der Edelsteinseife „Granit“ aus. Die Granitseife enthält keine Wachse oder Polymere. Dadurch ist sichergestellt, dass der Granit nach dem Wischen streifenfrei abtrocknet. Verwenden Sie hierzu gleichzeitig einen Mikrofasermop. Baumwollemöppe sind eher ungeeignet hierzu. Beim Einsatz von Mikrofasermöppen sollten Sie darauf achten, dass der Mikrofasermop keine Kratzstreifen enthält. Diese sind i.d.R. farblich abgesetzt. Meistens blau oder schwarz. Diese deutlich sichtbaren Kratzstreifen schädigen die Politur auf Granit. Auf den Einsatz von Pflegemittel mit Wachsen oder Polymeren sollten Sie ebenfalls verzichten, da diese wieder Schichten aufbauen und das Spiel wieder von neuem beginnt.

    Sollte der nach der Grundreinigung der Granitboden nicht glänzen oder Glanzschwankungen haben müßen Sie ihn wieder aufpolieren. Lesen hierzu unsere Tipps zum Thema stumpfen Granit wieder aufpolieren.

    Welche Materialien brauchen nun, für die Granitpflege?

    Für die Grundreinigung empfehlen wir Ihnen Novalux NovaGrund.

    Für die Imprägnierung auf Wasserbasis empfehlen wir Ihnen Akemi Anti Fleck W.

    Für die Imprägnierung auf Lösemittelbasis empfehlen wir Ihnen Akemi Anti Fleck Nano Effect.

    Für die Imprägnierung mit einer Farbtonvertiefung empfehlen wir Ihnen Akemi Farbtonvertiefer Super.

    Für die Unterhaltsreinigung empfehlen wir Ihnen Novalux Edelsteinseife Granit.

    Marmor polieren + kristallisieren

    Marmor polieren + kristallisieren

    Marmor polieren und kristallisieren

    Kristallisierung

    Eine Kristallisierung bzw. Kristallisation ist grundsätzlich nur auf kalziumhaltigen Natursteinen und Kunststeinen möglich. Hier sind Marmor, Kalkstein, Betonwerkstein und Terrazzo als Erstes zu nennen. Bei der Kristallisierung von kalziumhaltigen Natur- und Kunststeinen wird das im Stein vorhandene Kalziumcarbonat durch einen Katalysatoreffekt unter Verwendung von Fluorsilikat in Kalziumfluorid umgewandelt. Das Kalziumfluorid nimmt eine kristalline Form an und verankert sich an der Oberfläche des Gesteins. Dadurch, dass die Kristalle härter sind, als das eigentliche Gestein, erfährt der Natur- bzw. Kunststein eine s.g. Oberflächenerhärtung. Hierdurch wird der Stein widerstandsfähiger gegen mechanischen Abrieb. Also durch die Begehung. Gleichermaßen reflektieren diese Kristalle das Licht und Hochglanz entsteht.

    Nasskristallsierung und Sprühkristallisierung

    Grundsätzlich gibt es zwei Kristallisierungsarten. Die s.g. Nasskristallisierung und Sprüh – Kristallisierung. In den Anfängen der Schleiftechnik bediente man sich nur der Sprühkristallisierung. Hier wurde ein Fluorsilikat auf den bsw. Marmor gesprüht und dann durch eine rotierende Bewegung, unter Verwendung von Stahlwolle, der Katalysatoreffekt, also die Erzeugung von Kristallen, durchgeführt.

    Der Nachteil dieser Kristallisierung bestand darin, dass der Stein nur wenig bis gar keine Restfeuchte haben durfte. Da meist nass geschliffen wurde war es also nötig ca. 2 -3 Wochen zu warten, bis man kristallisieren konnte. Diese Zeit war nötig, damit die Restfeuchte vom Schleifen aus dem Stein ausdiffudieren konnte. Führte man zu früh diese Kristallisation durch war der Schaden meist vorprogrammiert, da die Entstehung von Verfleckungen meist die Folge war. Z.T. wurde der Marmor irreparabel geschädigt. Da die meisten Personen keine 2 – 3 Wochen auf Ihr „Wohnzimmer“ verzichten wollten war die Anwendung unpopulär.

    Dies änderte sich mit der Einführung der Nasskristallisierung. Hier wird unmittelbar nach den Schleifarbeiten, ohne Rücksicht auf die Restfeuchte, ein Magnesiumhexafluorsilikat in Pulverform verstreut und mit Reinigungspads auf dem Marmor oder Kalkstein verrieben. Durch den Verzicht von Stahlwolle in konzentrierter Form und die Zugabe von weiteren Inhaltsstoffen entsteht ebenfalls ein kristalliner Film (Hochglanz). Somit wurden die Marmorsanierung und Kristallisation populärer und auch einfacher. Denoch bleibt der massive Einsatz von Chemie ( Das Kristallisierungspulver ) der Mensch und Umwelt belastet.

    Polierung von Marmor

    Die Polierung ist im Gegensatz zur Kristallisierung keine chemische Anwendung, sondern eine rein mechanische Verdichtung der Oberflächenstruktur. Bei der Herstellung von neuem Marmor oder auch Granit wird grundsätzlich der Glanz durch die Polierung erzielt. Die Kristallsierung ist, so könnte man sagen, also eine Erfindung für die Natursteinsanierung. Die Glanzwerte beider Verfahren sind nahezu identisch. Es wird jedoch im Gegensatz zur Kristallisation keine Oberflächenerhärtung erreicht. Da jedoch auf den massiven Einsatz von Chemie verzichtet wird ist dieses Verfahren besonders ökologisch wertvoll.