Kurz & knapp: Ob Sie einen Terrazzoboden reinigen oder schleifen sollten, hängt nicht vom Alter, sondern vom tatsächlichen Zustand der Oberfläche ab. Bei Schmutzfilmen, leichten Rückständen und oberflächlichen Flecken reicht oft eine fachgerechte, pH-neutrale Reinigung, während matte Laufzonen, sichtbare Kratzer und ungleichmäßige Reflexionen meist einen Reinigungsschliff mit Diamantpads erfordern. Nach der Aufarbeitung verbessern Politur, Kristallisation bei kalkhaltigen Anteilen und vor allem eine Imprägnierung Schutz, Optik und Pflegeleichtigkeit. DIY eignet sich für die laufende Pflege, bei größeren Flächen, Unsicherheit beim Material oder echten Oberflächenschäden ist ein Fachbetrieb meist die sicherere und wirtschaftlichere Wahl.


Ein Terrazzoboden wirkt wertig, langlebig und zeitlos. Genau deshalb liegt er in vielen Altbauten, Eingangsbereichen, Treppenhäusern und modernen Wohnobjekten wieder im Trend. Doch mit den Jahren zeigt selbst ein robuster Boden Gebrauchsspuren. Laufstraßen, matte Zonen, Flecken oder feine Kratzer werfen dann schnell dieselbe Frage auf: Reicht es, Terrazzo zu reinigen, oder sollten Sie Terrazzo schleifen lassen? Wer seinen Boden langfristig erhalten möchte, kann mit dem richtigen Vorgehen beim Terrazzo Reinigen viel erreichen.

Diese Entscheidung ist wichtig, weil die falsche Maßnahme oft Zeit, Geld und Ergebnis kostet. Eine normale Reinigung hilft bei losem Schmutz, Staub und leichten Rückständen. Sie kann aber keine tieferen Kratzer entfernen und keine stumpfe Oberfläche wieder gleichmäßig aufbauen. Umgekehrt ist Schleifen nicht immer nötig. Wer den Zustand des Bodens richtig einschätzt, spart Aufwand und verlängert die Lebensdauer der Fläche deutlich.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie sich Verschmutzung, Abnutzung und echte Oberflächenschäden unterscheiden. Sie lesen, wann eine schonende Pflege ausreicht, wann ein Reinigungsschliff mit Diamantpads sinnvoll ist und was eine anschließende Politur oder Imprägnierung bringt. Außerdem geht es um typische Fehler bei Hausmitteln, um Kosten pro Quadratmeter, um den Vergleich DIY gegen Profi-Service und um konkrete Orientierung für Hausbesitzer, Facility-Manager und Heimwerker. Wenn Sie Ihren Terrazzoboden als begehbare Fläche langfristig erhalten möchten, finden Sie hier eine klare Entscheidungshilfe.

Was Terrazzo besonders macht und warum die Oberfläche anders altert

Terrazzo ist kein beliebiger Bodenbelag. Es handelt sich um einen Werkstein aus Bindemittel und eingestreuten Gesteinskörnungen wie Marmor, Kalkstein oder anderen Naturstein-Splitten. Je nach Aufbau ist die Fläche zementär oder kunstharzgebunden. Im Gebäudebestand in Deutschland finden Sie vor allem klassischen Zement-Terrazzo in Treppenhäusern, Fluren und Wohnbereichen. Für die Pflege ist diese Unterscheidung wichtig, weil nicht jeder Reiniger und nicht jedes Verfahren gleich gut passt.

Gerade bei älteren Böden altern nicht nur Schmutzschichten auf der Oberfläche. Oft verändert sich auch die oberste Nutzschicht selbst. Es entstehen Mikrokratzer, matte Laufzonen und fest sitzende Pflegefilme. Dann sieht der Boden schmutzig aus, obwohl er bereits gewischt wurde. Viele Eigentümer halten das für ein Reinigungsproblem, tatsächlich ist es aber häufig ein Oberflächenproblem.

Bei kalkhaltigen Anteilen, etwa Marmor-Splittern, gilt besondere Vorsicht. Marmor liegt auf der Mohshärte bei etwa 3. Das ist deutlich weicher als Granit mit Mohshärte 6 bis 7. Deshalb können falsche Reiniger, Scheuermittel oder aggressive Pads den Glanz schneller beeinträchtigen. Selbst wenn Terrazzo robust wirkt, reagiert er empfindlicher, als viele vermuten.

Für Sie heißt das: Vor jeder Maßnahme sollten Material, Verschleißbild und bisherige Pflege zusammen betrachtet werden.

Terrazzo reinigen: Wann eine gründliche Pflege wirklich ausreicht

Nicht jede matte Stelle bedeutet automatisch, dass Sie Terrazzo schleifen müssen. In vielen Fällen reicht es, den Boden fachgerecht zu reinigen. Das gilt vor allem dann, wenn die Oberfläche noch weitgehend eben ist, keine tiefen Kratzer zeigt und der Glanz nur durch Schmutz, Fett, Seifenreste oder alte Pflegeschichten verdeckt wird. Das richtige Terrazzo Reinigen kann hier bereits den gewünschten Effekt erzielen.

Ein typischer Fall ist der Eingangsbereich einer Wohnung oder eines Treppenhauses. Dort tragen Schuhe Feinstaub, Straßenschmutz und Abrieb ein. Wenn zusätzlich zu viel Wischpflege verwendet wurde, bildet sich mit der Zeit ein Film. Der Boden wirkt grau, stumpf oder fleckig. Dieser Film lässt sich mit einer passenden Grundreinigung oft lösen. Wichtig ist dabei ein pH-neutrales oder materialspezifisch abgestimmtes Reinigungsmittel. Saure Haushaltsreiniger, Essig oder Zitronensäure sind keine gute Idee, wenn kalkhaltige Bestandteile im Terrazzo stecken.

Praktisch ist eine einfache Prüfmethode: Wirkt der Boden direkt nach dem Nasswischen kurz besser, wird aber nach dem Trocknen wieder stumpf, liegt oft ein Pflegefilm oder eine feine Mikroverschmutzung vor. In diesem Fall ist eine intensive Reinigung der erste sinnvolle Schritt.

Erste Orientierung: Reinigen oder Schleifen bei Terrazzo
Beobachtung Wahrscheinliche Ursache Sinnvolle Maßnahme
Grauschleier auf der ganzen Fläche Pflegefilm oder Schmutzfilm Grundreinigung
Einzelne Flecken ohne Kratzer örtliche Verschmutzung Fleckbehandlung und Nachreinigung
Matte Laufstraße Mikrokratzer und Abrieb Reinigungsschliff prüfen
Raue oder unebene Stelle Oberflächenschaden Schleifen und Polieren

Die Tabelle zeigt: Reinigung ist vor allem dann sinnvoll, wenn das Problem auf oder knapp über der Oberfläche sitzt. Für die laufende Pflege genügt oft warmes Wasser mit einem geeigneten Steinreiniger und ein weicher Mopp. In stärker beanspruchten Bereichen kann eine Einscheibenmaschine mit passendem Pad helfen. Wenn Sie unsicher sind, bietet ein Fachbetrieb wie rcs-steinbodensanierung eine realistische Einschätzung, bevor unnötig geschliffen wird.

Weitere Hinweise finden Sie auch im Beitrag Fugen reinigen oder im Überblick unserer Blog-Artikel.

Woran Sie erkennen, dass Terrazzo schleifen sinnvoller ist

Sobald Schmutz nicht mehr das Hauptproblem ist, sondern die Oberfläche selbst abgetragen oder beschädigt wurde, reicht Reinigen nicht aus. Dann sollten Sie Terrazzo schleifen oder zumindest einen Reinigungsschliff prüfen lassen. Typische Anzeichen sind dauerhafte Mattigkeit trotz Reinigung, sichtbare Kratzer gegen das Licht, ungleichmäßige Spiegelungen und Laufstraßen in stark genutzten Bereichen.

Ein häufiger Fall: Der Boden sieht in Fensternähe besonders stumpf aus. Im Streiflicht erkennt man viele feine Kratzer, die wie ein Schleier wirken. Diese Spuren sitzen im Material und verschwinden nicht durch Wischen. Hier hilft ein abgestufter Schleifprozess. Im Fachbetrieb erfolgt das meist als Nass-Verfahren mit Diamantpads, oft im Bonastre System. Dabei wird in mehreren Körnungen gearbeitet, von gröber zu feiner, bis die Oberfläche wieder gleichmäßig vorbereitet ist.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Reinigungsschliff und starkem Abtrag. Nicht jeder Terrazzoboden braucht eine aggressive Sanierung. Oft genügt ein moderater Reinigungsschliff, um Pflegefilme, leichte Kratzer und stumpfe Schichten abzunehmen. Danach kann die Fläche poliert und geschützt werden.

Auch der Untergrund spielt eine Rolle. In alten Treppenhäusern sind Terrazzo-Stufen und Podeste häufig unterschiedlich abgenutzt. Dort sollte nicht nur die Optik, sondern auch die Begehbarkeit betrachtet werden. Glatte, aber ungleichmäßige Flächen können unschön wirken. Zu raue Übergänge wiederum lassen sich schlechter pflegen.

Übersetzt in die Praxis heißt das: Wenn Ihr Boden nach guter Reinigung noch immer fleckig, stumpf oder verkratzt aussieht, ist Schleifen meist der wirksamere Weg.

So läuft ein professioneller Reinigungsschliff bei Terrazzoböden ab

Viele Eigentümer stellen sich unter Schleifen eine staubige Baustelle vor. Bei begehbaren Terrazzoböden läuft die moderne Aufarbeitung jedoch meist kontrolliert und vergleichsweise sauber ab. Ein typischer Ablauf beginnt mit der Sichtprüfung. Dabei werden Material, Bindemittel, Fugen, Schadstellen und alte Beschichtungen beurteilt. Danach folgt die Auswahl der Schleifstufen.

Im professionellen Bereich wird häufig mit einer Einscheibenmaschine und Diamantpads gearbeitet. Das Bonastre System ist hier ein bekanntes Verfahren. Es arbeitet in abgestuften Pad-Stufen von grob nach fein. Im Nass-Verfahren werden Schmutz, Pflegefilme, leichte Kratzer und matte Zonen schrittweise abgetragen. Das Wasser bindet den Abrieb, was die Staubentwicklung stark reduziert.

Nach den ersten Schleifgängen zeigt sich meist schon, ob nur die Oberfläche betroffen war oder ob tiefere Schäden vorliegen. Kleinere Fehlstellen können lokal bearbeitet werden. Anschließend wird die Fläche mit feineren Pads verdichtet und geglättet. Je nach gewünschtem Erscheinungsbild folgt dann eine Politur.

Wie eindrucksvoll eine Aufarbeitung wirken kann, zeigen die Vorher-Nachher-Bilder unserer abgeschlossenen Projekte in unserer Galerie. Weitere Beispiele finden Sie auch im Beitrag Terrazzo polieren.

Bei kalkhaltigen Anteilen kann in manchen Fällen auch eine Kristallisation sinnvoll sein. Dabei reagiert eine saure Kristallisationsflüssigkeit mit dem Kalk im Stein und härtet die Oberfläche. Dieses Verfahren kommt klassisch bei Marmor und anderen kalkhaltigen Steinen zum Einsatz. Es funktioniert jedoch nicht bei Granit, weil dieser zu hart ist und keinen Kalk enthält. Wenn Sie den Unterschied zwischen Politur und Kristallisation besser einordnen möchten, hilft auch der Blick auf verwandte Inhalte wie Marmorboden reinigen und polieren oder Granit wieder aufpolieren.

Typische Schäden bei Terrazzo und welche Lösung dazu passt

Nicht jeder Schaden verlangt dieselbe Behandlung. Wer gezielt arbeitet, spart unnötigen Aufwand. In der Praxis treten bei Terrazzoböden vor allem fünf Problemtypen auf: Schmutzfilm, Flecken, Kratzer, matte Laufstraßen und lokale Abplatzungen oder Risse.

Schmutzfilm liegt auf der Oberfläche. Er entsteht durch Straßenschmutz, falsche Reinigungsmittel oder zu viel Wischpflege. Hier hilft eine Grundreinigung. Flecken können tiefer eindringen, vor allem Öl, Fett oder farbige Flüssigkeiten. Dann kommt es darauf an, ob der Stein offenporig ist und ob bereits eine Imprägnierung vorhanden war.

Kratzer und matte Laufstraßen sind der Klassiker in Fluren, Kanzleien, Praxen oder Mehrfamilienhäusern. Diese Schäden entstehen durch Sand, Schuhabrieb und ständige Belastung. Hier bringt Reinigen allein nichts mehr. Ein Reinigungsschliff mit Diamantpads stellt die Fläche wieder gleichmäßiger her. Anschließend sorgt eine Hochglanzpolitur oder seidenmatte Endbearbeitung für das gewünschte Bild.

Lokale Ausbrüche oder Risse sind ein Sonderfall. Sie lassen sich nicht einfach wegwischen und auch nicht immer vollständig wegschleifen. Hier muss zunächst geprüft werden, ob eine Reparaturmasse farblich und technisch sinnvoll eingebunden werden kann. Danach folgt die Angleichung an die umgebende Fläche.

Best Practices aus der Steinpflege sind klar: Erst Diagnose, dann Verfahren. Genau darin liegt der Unterschied zwischen bloßer Reinigung und echter Sanierung. Wenn Sie neben Innenflächen auch angrenzende Bereiche wie Podeste oder Außenzonen pflegen, können ergänzende Themen sinnvoll sein, etwa Terrassenplatten reinigen und versiegeln oder Zementfliesen reinigen und versiegeln.

Imprägnierung oder Versiegelung nach der Aufarbeitung?

Nach dem Reinigen oder Schleifen stellt sich oft die nächste Frage: Soll der Boden imprägniert oder versiegelt werden? Beides ist nicht dasselbe. Eine Imprägnierung dringt in den Stein ein, schützt vor Wasser, Öl und Fett und bleibt optisch meist unauffällig. Der Boden kann weiter atmen. Eine Versiegelung liegt dagegen als Film auf der Oberfläche. Das kann den Glanz verändern, aber auch die Dampfdiffusion einschränken.

Für viele Terrazzoböden ist eine Imprägnierung die sinnvollere Wahl. Sie erleichtert die Unterhaltsreinigung und reduziert das Risiko, dass Flüssigkeiten zu schnell einziehen. Gerade in Wohnbereichen, Fluren und Treppenhäusern ist das oft der bessere Kompromiss aus Schutz und natürlicher Optik. Versiegelungen sind eher dann interessant, wenn eine bewusst geschlossene Oberfläche gewünscht ist oder besondere Nutzungsbedingungen vorliegen.

Die Pflegeintervalle hängen von Nutzung und Material ab. Eine Politur kann je nach Beanspruchung etwa alle 1 bis 2 Jahre sinnvoll sein. Eine Imprägnierung hält oft etwa 3 bis 5 Jahre, manchmal länger, wenn die Fläche wenig belastet wird. In stark frequentierten Bereichen lohnt eine frühere Kontrolle.

Wenn Sie hochwertige Gesteinskörnungen im Terrazzo haben, etwa Anteile aus Bianco Carrara oder Estremoz, lohnt sich eine sorgfältige Schutzentscheidung besonders. Solche Materialien tragen stark zur Tiefenwirkung des Bodens bei und wirken mit einer gut abgestimmten Nachbehandlung deutlich ruhiger und gepflegter.

DIY oder Fachbetrieb: Wann Sie selbst Terrazzo reinigen können und wann Profis ran sollten

Viele Arbeiten an Terrazzoböden können Sie selbst übernehmen. Dazu gehört die regelmäßige Unterhaltsreinigung mit einem geeigneten Reiniger, das schnelle Entfernen frischer Flecken und eine schonende Grundpflege in kleinen Bereichen. Auch das Testen an unauffälliger Stelle ist sinnvoll, bevor Sie ein Mittel großflächig einsetzen.

Sobald der Boden aber dauerhaft stumpf ist, sichtbare Kratzer hat oder ungleichmäßig reflektiert, kommen Heimwerker schnell an Grenzen. Mietgeräte allein lösen das Problem nicht automatisch. Ohne Erfahrung ist es schwer, die richtige Pad-Folge, Wassermenge und Bearbeitungszeit einzuschätzen. Zu grobes Arbeiten führt zu Wolken, Schleifspuren oder unruhiger Optik.

Ein Profi-Service ist vor allem dann sinnvoll, wenn es um größere Flächen, stark beanspruchte Treppenhäuser, repräsentative Wohnbereiche oder gewerbliche Objekte geht. Auch bei Unsicherheit über das Material ist Fachwissen wichtig. Ein Betrieb wie rcs-steinbodensanierung arbeitet auf begehbaren Flächen mit definierten Verfahren wie Reinigungsschliff, Politur, Kristallisation und Imprägnierung. Das sorgt für planbarere Ergebnisse als reines Ausprobieren.

Die ehrliche Einordnung lautet also: Für leichte Verschmutzungen können Sie Terrazzo reinigen. Für matte, verkratzte oder ungleichmäßige Flächen sollten Sie Terrazzo schleifen lassen oder den Zustand zumindest professionell prüfen lassen.

Kosten, Aufwand und realistische Erwartungen pro Quadratmeter

Die wichtigste Zahl für viele Leser ist der Preis. Bei professioneller Aufarbeitung von Steinböden liegt der Rahmen oft zwischen 25 und 50 Euro pro Quadratmeter, abhängig von Material, Zustand, Flächengröße und gewünschtem Finish. Ein einfacher Reinigungsschliff kleinerer Flächen kann am unteren Ende liegen. Mehrere Schleifstufen, Politur, Fleckbehandlung oder Reparaturen erhöhen den Aufwand.

Bei DIY-Arbeiten sind die direkten Kosten zunächst niedriger. Sie zahlen Reinigungsmittel, Pads, eventuell Maschinenmiete und vor allem Ihre Zeit. Das wirkt günstig, solange der Boden nur verschmutzt ist. Wird jedoch ein falscher Reiniger eingesetzt oder mit ungeeigneten Pads gearbeitet, entstehen schnell Nacharbeiten.

Realistische Erwartungen sind wichtig. Auch ein sehr gut aufgearbeiteter alter Terrazzoboden wird nicht immer wie ein neu eingebauter Werkstein aussehen. Ziel ist oft eine gleichmäßige, saubere und hochwertige Nutzfläche, nicht eine künstlich perfekte Oberfläche. Gerade bei historischen Böden gehört ein gewisses Maß an Patina dazu.

Facility-Manager sollten zusätzlich den laufenden Pflegeaufwand berücksichtigen. Ein sauber aufbereiteter und imprägnierter Boden spart im Alltag oft Reinigungszeit, weil Schmutz weniger stark haftet. Das ist langfristig wirtschaftlich sinnvoll, selbst wenn die Erstmaßnahme etwas mehr kostet.

Häufige Fehler bei der Pflege und wie Sie sie vermeiden

Der häufigste Fehler ist der Griff zu falschen Hausmitteln. Essig, Zitronensäure oder stark alkalische Reiniger können kalkhaltige Bestandteile angreifen oder die Oberfläche unnötig stressen. Hausmittel funktionieren, wenn überhaupt, nur bei leichten, oberflächlichen Verschmutzungen. Für matte, verkratzte oder fleckige Böden reichen sie nicht aus.

Ein weiterer Fehler ist zu viel Pflegefilm. Manche Böden werden regelmäßig mit Glanzpflegen behandelt, bis sich Schichten aufbauen. Das Ergebnis wirkt dann stumpf statt gepflegt. Auch harte Bürsten, Scheuerschwämme und falsche Pads sind problematisch. Sie erzeugen Mikrokratzer, die den Boden im Gegenlicht noch matter wirken lassen.

Oft unterschätzt wird auch stehende Nässe. Zwar ist Terrazzo robust, doch Fugen, Ränder und alte Schadstellen reagieren empfindlicher. Besser ist eine kontrollierte Feuchtreinigung statt dauerhaft nasser Pflege.

Der letzte große Fehler ist zu langes Warten. Wer offensichtliche Laufstraßen jahrelang nur überwischt, macht den Unterschied zwischen beanspruchten und geschützten Zonen immer sichtbarer. Ein früher Reinigungsschliff ist oft schonender als eine späte, deutlich intensivere Sanierung.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte man einen Terrazzoboden reinigen?

Die Unterhaltsreinigung hängt von der Nutzung ab. In Wohnbereichen reicht meist eine regelmäßige Feuchtreinigung nach Bedarf, in Eingangsbereichen oder Treppenhäusern deutlich öfter. Wichtig ist, dass Sie pH-neutrale oder materialspezifische Reiniger verwenden.

Wann sollte man Terrazzo schleifen lassen?

Wenn der Boden trotz gründlicher Reinigung matt bleibt, sichtbare Kratzer hat oder ungleichmäßig aussieht, ist Schleifen meist sinnvoll. Auch Laufstraßen und alte Pflegefilme lassen sich so oft besser entfernen als mit reiner Nassreinigung.

Kann ich Terrazzo selbst polieren?

Leichte Pflegearbeiten sind in Eigenregie möglich. Für ein gleichmäßiges Ergebnis auf größeren Flächen brauchen Sie aber die richtige Maschine, passende Diamantpads und Erfahrung. Sonst drohen Schleifspuren oder ein fleckiges Bild.

Ist eine Kristallisation bei Terrazzo immer möglich?

Nein. Kristallisation funktioniert nur bei kalkhaltigen Oberflächen oder Anteilen, weil dabei eine chemische Reaktion mit Kalk stattfindet. Bei sehr harten, nicht kalkhaltigen Materialien ist dieses Verfahren nicht geeignet.

Was ist besser: Imprägnierung oder Versiegelung?

In vielen Fällen ist eine Imprägnierung die bessere Lösung, weil sie in den Stein einzieht und die Atmungsfähigkeit erhält. Eine Versiegelung kann sinnvoll sein, wenn ein geschlossener Oberflächenfilm gewünscht ist, ist aber nicht für jeden Terrazzoboden die erste Wahl.

So treffen Sie die richtige Entscheidung für Ihren Boden

Ob Sie Terrazzo reinigen oder schleifen sollten, hängt nicht vom Alter des Bodens ab, sondern von seinem tatsächlichen Zustand. Liegt das Problem auf der Oberfläche, genügt oft eine sorgfältige Reinigung. Sitzt der Schaden im Material, braucht die Fläche einen Reinigungsschliff, gegebenenfalls mit anschließender Politur und Schutzbehandlung.

Für die Praxis können Sie sich drei Fragen merken: Ist der Boden nur verschmutzt? Bleibt er nach der Reinigung matt? Sehen Sie Kratzer oder Laufstraßen im Licht? Wenn nur Schmutz vorliegt, reicht Pflege. Wenn Mattigkeit und Kratzer bleiben, ist Schleifen meist der richtige Schritt.

Gerade bei hochwertigen Terrazzoböden in Wohnungen, Treppenhäusern, Praxen oder Eingangsbereichen zahlt sich eine fachliche Einschätzung aus. Ein professioneller Service spart oft Fehlversuche und schützt die Substanz des Bodens. Wenn Sie den Zustand Ihrer Fläche prüfen lassen möchten, können Sie bei rcs-steinbodensanierung ein kostenfreies und unverbindliches Angebot anfragen.

Für eine persönliche Einschätzung erreichen Sie den Fachbetrieb unter 02361 / 405 86 01 oder per E-Mail an info@rcs-granit.de. So erhalten Sie eine ehrliche Empfehlung, ob bei Ihrem Terrazzoboden Reinigen genügt oder ob Schleifen die bessere Lösung ist.

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